Jagd

Station 7: Jagd

Tierwelt und Jagd im Gebiet des Lechquellengebirges

Seit Jahrhunderten ist die Jagd ein wesentlicher Bestandteil des Wirtschaftslebens im Klostertal. Die Jagdgebiete, die im Laufe der Zeit genau eingegrenzt worden waren, wurden immer wieder zur Verpachtung ausgeschrieben. Das Gebiet, in dem Sie sich jetzt befinden, gehört zur Eigenjagd Rauher Staffel. Die Aufmerksamkeit der Jägerschaft gehört dabei der Hege und Pflege des Wildbestands, vor allem des Gams- und Steinwilds. Steinböcke waren über einen langen Zeitraum ausgestorben und wurden erst in den 1960-er Jahren im Lechquellengebirge wieder ausgesetzt. Heute befindet sich hier die größte Steinbockkolonie Vorarlbergs. Auch Steinadlerpaare sind im Gebiet heimisch und können mit etwas Glück beobachtet werden.
Der wohl bekannteste Jäger in der Geschichte des Klostertals war John Sholto Douglas. Der 1838 in Thüringen geborene Sohn einer aus Schottland stammenden Adelsfamilie suchte sich um 1870 den nördlichen Bereich des Tales als Jagdgebiet aus. Auf seine Initiative ging auch die erste Besteigung der Roten Wand 1867 zurück. Douglas stürzte 1874 bei der Gamsjagd im Radonatobel in den Tod.