Formarinsee & Rote Wand

Station 9: Formarinsee und Rote Wand

Formarinsee und Rote Wand – schönster Platz Österreichs 2015

„Von schroffen Bergen eingeschlossen“ liegt, wie es der Erstbesteiger der Roten Wand, John Sholto Douglass 1868 zum Ausdruck brachte, der malerische Formarinsee. Diese 2704 Meter hohe Rote Wand ist zudem einer der markantesten Berge des Lechquellengebirges (und neben der Unteren Wildgrubenspitze auch der zweithöchste Berg der Region), der seinen Namen vom roten Liaskalk erhalten hat, welcher sich besonders auffällig durch die Südwand zieht. Das Lechquellengebirge im nördlichen Bereich des Klostertals erhielt seinen Namen vom Alpinschriftsteller Walther Flaig, während es früher häufig zu den Lechtaler Alpen gezählt wurde. Gelegentlich war auch die Bezeichnung Klostertaler Alpen in gebraucht.

In der ORF Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“ wurde das Gebiet Formarinsee- Rote Wand 2015 zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Das Gebiet um den Formarinsee ist uralte Kulturlandschaft und wird von den Bauern der Alpe Formarin bewirtschaftet. Seit den 1860-er Jahren wurde es auch von Alpinisten entdeckt. 1894 eröffnete die Sektion Freiburg des Deutschen Alpenvereins eine umgebaute Alphütte als Freiburger Hütte. 1912 wurde diese schließlich durch die heutige Hütte am Rauhen Joch ersetzt, die seither mehrfach umgebaut worden ist.

Zu den Besonderheiten des Formarinsees zählt weiters, dass er unterirdisch entwässert. Jegliche Versuche einer Abdichtung, wodurch das Wasser für die Stromerzeugung nutzbar gemacht worden wäre, blieben erfolglos. Deshalb hat der See seinen natürlichen Charakter bis heute erhalten.