Alpwirtschaft

Station 8: Alpwirtschaft

Die Alpwirtschaft um den Formarinsee

Das Gebiet um den Formarinsee ist uraltes Alpgebiet, das seit jeher von Bauern aus dem vorderen Walgau bewirtschaftet wurde. Nicht zuletzt die rätoromanischen Flurnamen wie Formarin oder Mustrin sind Zeugnisse der einstigen Bewirtschaftung. Formarin verweist in seiner Bedeutung auf einen Lagerplatz, vor allem für Schafe. Traditionell wurden die Alpen des oberen Lechtals von den Bauern aus dem Walgau bewirtschaftet, während sich beim Spullersee die Gemeinschaftsalpen der Klostertaler befanden.

Die Alpe Rauher Staffel weist auf den etwas herben Charakter der Landschaft hin. Einst wurde sie als vordere Formarinalpe bezeichnet und also solche 1383 erstmals erwähnt. In der in vielen Teilen Vorarlbergs üblichen Dreistufenwirtschaft, die sich zwischen Heimgut, Allmein bzw. Maisäß und den Alpen abspielt, spielt die Beweidung in alpinen Regionen in der Sommerzeit bis heute eine wesentliche Rolle. Die dort erzeugten Produkte – Alpbutter und Alpkäse – erfreuen sich weit über die Landesgrenzen hinaus großer Beliebtheit. Während das Vieh einst entlang des heutigen Stehbock-Weges zu den Alpen getrieben wurde, erleichtern heute moderne Fahrwege den Transport beträchtlich.